Maria Lichtmess – Brauchtum & Lichtmesskrapfen vom Sattelhaus

Veröffentlicht am 31. Jänner 2026 um 06:39

Maria Lichtmess in Österreich – Brauchtum, Bedeutung und Lichtmesskrapfen

Am 2. Februar feiern wir in Österreich Maria Lichtmess. Dieser traditionelle Feiertag ist tief im christlichen Glauben und im bäuerlichen Jahreslauf verwurzelt. Maria Lichtmess steht für das Licht, den Neubeginn und für Bräuche, die bis heute lebendig geblieben sind.

Für viele Familien markiert dieser Tag auch das Ende der Weihnachtszeit – Christbaum und Krippe werden nun weggeräumt, der Blick richtet sich auf das kommende Jahr.

Der religiöse Hintergrund von Maria Lichtmess

Kirchlich wird Maria Lichtmess als „Darstellung des Herrn“ bezeichnet. Gefeiert wird die Darstellung Jesu im Tempel von Jerusalem, 40 Tage nach seiner Geburt. Der greise Simeon erkannte Jesus als „Licht zur Erleuchtung der Völker“ – daher der Name Lichtmess.

In vielen Pfarren in Österreich werden an diesem Tag feierlich Kerzen geweiht, die als Symbol für Schutz, Hoffnung und das Licht Christi gelten.

Maria Lichtmess im bäuerlichen Leben

Über Jahrhunderte war der 2. Februar ein bedeutender Stichtag im bäuerlichen und handwerklichen Leben. Maria Lichtmess galt als:

  • Beginn eines neuen Arbeitsjahres

  • Termin für den Dienstbotenwechsel

  • Tag des Abschieds und Neubeginns

Diese Bedeutung prägt das Brauchtum bis heute.

Bräuche rund um Maria Lichtmess in Österreich

  • Kerzenweihe
    Lichtmesskerzen galten als Schutz für Haus und Hof und wurden bei Unwettern oder besonderen Anlässen entzündet.

  • Bauernregeln
    Viele alte Wetterregeln ranken sich um diesen Tag, etwa:
    „Ist’s zu Lichtmess hell und rein, wird’s ein langer Winter sein.“

  • Mehr Licht im Alltag
    Ab Maria Lichtmess werden die Tage spürbar länger – ein hoffnungsvolles Zeichen nach den dunklen Wintermonaten.

Lichtmesskrapfen – Glücksbringer mit Tradition

Ein besonders beliebter Brauch sind die Lichtmesskrapfen. Schon früher wurden zum Dienstbotenwechsel an Maria Lichtmess besondere Speisen aufgetischt. Bis heute gilt es als alte Tradition, dass die ersten Krapfen des Jahres am 2. Februar serviert werden.

Die Lichtmesskrapfen gelten vielerorts als Glücksbringer. Man schrieb ihnen nach, dass sie Haus und Hof vor Sturmschäden schützen und Segen für das kommende Jahr bringen sollen. Deshalb beschenkt man zu Lichtmess gern Familie, Freunde und Nachbarn mit frischen Krapfen.

Krapfen vom Sattelhaus – echte Handwerkstradition

Diese Tradition wird auch im Sattelhaus auf der Terenbachalm gepflegt. Dort entstehen Krapfen nach überliefertem Hausrezept – handgemacht, mit viel Geduld und aus besten regionalen Zutaten.

Gebacken wird mit echter Butter, Bauernmilch aus der Region und Eiern von den eigenen Hühnern. Der Teig darf lange ruhen, bis er besonders luftig und federleicht ist. Gefüllt werden die Krapfen mit hausgemachter Marillenmarmelade und anschließend goldbraun ausgebacken. Zum Abschluss werden sie mit Staubzucker bestäubt.

So stehen die Krapfen vom Sattelhaus für Tradition, Regionalität und ehrliches Handwerk – ein Genuss, der perfekt zu Maria Lichtmess passt.

Maria Lichtmess heute bewusst erleben

Auch heute bleibt Maria Lichtmess ein besonderer Tag. Er verbindet Glaube, Brauchtum und Genuss und erinnert daran, dass das Licht zurückkehrt – im Jahreslauf und im Alltag.

Mit jedem Tag nach Maria Lichtmess werden die Tage länger.


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